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Herdecke - kleine Geschichte einer großartigen Stadt

275 Jahre Stadtrechte, dieses Datum wurde 2014 gefeiert.

 

In dieser Zeit hat Herdecke, die Stadt zwischen den Ruhrseen, einen enormen Aufschwung erfahren und immerhin seine Selbständigkeit zwischen den Großstädten Dortmund und Hagen behauptet.

 

Doch bis zur Stadtwerdung lag bereits ein langer, sicherlich auch beschwerlicher Weg hinter diesem Ort.

 

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Etwa um 800 n. Chr. ist als Keimzelle ein Kanonissenstift belegt, was etwa 1000 Jahre Ortsgeschichte mit geprägt hat. Unter der Führung des Stiftes und aufgrund der ausgezeichneten Verkehrslage entwickelte sich Herdecke zu einem vielbesuchten Handelsplatz. Bereits 1355 erhielt Herdecke das Marktrecht. Zwei Jahrzehnte vor der Stadtwerdung erhielt Herdecke 1718 das Recht indirekte Steuern auf Bier, Branntwein, Fleisch und Weißbrot zu erheben. Gleich zu Beginn des 19. Jahrhunderts richtet ein schwerer Orkan schlimme Verwüstungen im Ort an.

 

Die nächsten 100 Jahre sind geprägt von Hoffnungen und Rückschlägen, von einem ständigen Wechsel von Licht und Schatten. Die 1850er Jahre stehen im Zeichen des Eisenbahnbaus und einer erschütternden Hungerkatastrophe. Es ist aber auch eine Epoche des Aufbruchs: Herdecker Steine erobern die Welt. Österreich - Ungarn, Amerika und Rußland bauen ebenso mit Sandstein aus den Herdecker Brüchen wie die heimischen Firmen bei der Erstellung des Dortmund-Ems-Kanals.

 

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Im letzten Viertel des Jahrhunderts steigen die Aktivitäten: Gründung der Herdecker Sparkasse und der freiwilligen Feuerwehr, Bau des Ruhrviadukts. Zahlreiche Neugründungen von Industriebetrieben leiten einen wirtschaftlichen Aufschwung ein, der sich bis zum 1. Weltkrieg im vorigen Jahrhundert fortsetzt. Der 1. Weltkrieg, die Nachkriegszeit und die Ruhrbesetzung durch französische Truppen bis 1924 fordern den Menschen viel ab.

 

Der 2. Weltkrieg bringt wie überall auch für Herdecke viel Leid. Viele Tote sind zu beklagen, obwohl die Zerstörung der Stadt - immerhin zwischen den Großstädten Dortmund und Hagen - nur geringe Ausmaße zu verzeichnen hat.

 

Etwa ab Anfang der 1950er Jahre geht die Stadterweiterung vorwärts - 1939 wurde bereits das bis dahin selbständige Ende der Stadt eingemeindet.

 

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Neue Baumaßnahmen insbesondere Wohnraum werden in den Stadtteilen Herdecke-Ost, Sonnenstein, Ostende und Kirchende begonnen. In den sechziger und siebziger Jahren werden viele Entscheidungen und Maßnahmen getroffen, die sich bis heute in Herdecke positiv auswirken. Insbesondere die Umgehungstraße der B54 und die damit verbundene Altstadtsanierung haben das Stadtbild geprägt. Aktuell ist die Umgestaltung des „Westfalia-Geländes“ das größte Umbauprojekt in Herdecke.

 

Ein langer und oft auch steiniger Weg, doch er hat Herdecke zu dem gemacht, was es heute ist: eine liebenswerte und (er)lebenswerte Stadt. Von ihren Bürgern geliebt, von ihren Nachbarn und Gästen bewundert.

 

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Es gibt zahlreiche Bücher über die Geschichte der Stadt Herdecke. Eine Auswahl finden Sie unter dem Menüpunkt „Bücher“.